Wohin geht die Demokratie?

demokratieSymposium im Rahmen der Reihe ›Zukunftsfragen der Gesellschaft‹
Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

Freitag, 21. Februar 2014, 15.15 bis 17.30 Uhr, Plenarsaal
Noch vor wenigen Jahren fragte kaum jemand nach der Zukunft der Demokratie. Denn ihr schien die Zukunft zu gehören. Heute sehen wir die Demokratie mehr und mehr eingeschränkt durch demokratisch nicht legitimierte Instanzen.

Hierzu zählen private Unternehmen, internationale Vereinigungen und supranationale Organisationen. Was im ›arabischen Frühling‹ als Aufbruch zur Demokratie zu beginnen schien, droht in religiösem Fundamentalismus und externen Einflussnahmen unterzugehen. Elektronisch gestützte Abstimmungen und Volksentscheide erscheinen insbesondere vielen jungen Menschen verlockender als die gewohnten Formen repräsentativer Demokratie. Diesen Herausforderungen widmet sich die Tagung unter dem Titel ›Zwischen post-demokratischen Strukturen, demokratischer Transformation von Diktaturen und neuen Formen direkter Demokratie: Wohin geht die Demokratie?‹.

Begrüßung, Einführung und Moderation: Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil

Auf dem Podium:

Prof. Dr. Ulrike Freitag Direktorin des Zentrums Moderner Orient (ZMO), Berlin und Professorin für Islam­wissenschaft an der Freien Universität Berlin. Mitgliedschaften in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient (DAVO), in der Middle East Studies Association (MESA) und in der Deutschen Morgen­ländische Gesellschaft (DMG).

Prof. Dr. Manfred G. Schmidt Professor für Politische Wissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidel­berg. Forschungsschwerpunkte: Staatstätigkeit in westlichen Industrieländern im Vergleich, politische Institutionen und Staatstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland sowie Demokratietheorie. Er ist Mitglied der Heidelberger sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Prof. Dr. Rudolf Steinberg Professor für Öffentliches Recht, Umweltrecht und Verwaltungswissen­schaften in Frankfurt am Main, Visiting Professor an der University of Michigan Law School, Ann Arbor, Mich. und der Yale Law School, New ­Haven, Ct. (USA). Bis 2008 Präsident der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Zahlreiche Publikationen im Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Seine letzte Buchveröffentlichung ›Repräsentation des Volkes. Menschenbild und demokratisches Regierungssystem‹ dient als Grundlage des Vortrags.

Prof. Dr. Dr. h.c. Stefan Hradil Vizepräsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz. Bis 2011 Professor für Soziologie an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität, Forschungsschwerpunkt: Struktur und Entwicklung moderner Gesellschaften.