Hans Olaf Henkel ist offizielles AfD-Mitglied

Hans-Olaf Henkel ist der Alternative für Deutschland (AfD) beigetreten. Henkel, der in seinem aktiven Berufsleben Chef der IBM Europa, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und Präsident der Leibniz-Gemeinschaft war, ist heute Honorarprofessor an der Universität Mannheim und Bestsellerautor.

„Ich habe bisher immer nur von der Seitenlinie Vorschläge zur Veränderung in der Politik gemacht“, sagte Henkel, „jetzt laufe ich als Mitglied der AfD-Mannschaft mit aufs Feld.“ Die Mitgliedschaft in einer Partei sei für ihn bisher nicht in Frage gekommen, weil es für einen überzeugten Liberalen selbst in der FDP immer Programmpunkte gegeben hätte, die für ihn untragbar gewesen wären.

„Erst die unverantwortliche Euro- und Europapolitik aller etablierten Parteien und die Aufgabe liberaler Grundsätze in der Europapolitik durch die FDP haben mich bewogen, in die AfD einzutreten“, sagte Henkel.

„Mit meinem Beitritt will ich nicht nur ein Signal an gleichgesinnte liberale Wähler für die kommende Europawahl senden, ich will auch einen Beitrag dazu leisten, dieser Partei ein liberales Profil zu geben“, erklärte Henkel. Er werde sich in dieser Partei besonders in der Europapolitik für die Abkehr von Zentralismus, Gleichmacherei und Vergemeinschaftung von Schulden und für die Rückkehr zu Subsidiarität, Wettbewerb und Eigenverantwortung einsetzen.

Quelle: AfD

Henkel: Rettung des Euro kostet weit mehr als die Deutsche Einheit

Aktuelles Cover des Wirtschaftsmagazins

Cover der aktuellen Faktor C-Ausgabe

Wirtschaftsmagazin Faktor C widmet sich der Vertrauenskrise des Finanzsystems

Die Rettung des Euro ist nach Ansicht des früheren Präsidenten des Bundesverbandes Deutsche Industrie (BDI), Hans-Olaf Henkel, dem deutschen Volk gegenüber unverantwortlich. Es handele sich inzwischen um ein Subventionsprogramm, das jenes für die Deutsche Einheit bei Weitem übertreffe, schreibt Henkel im Magazin Faktor C (September-Ausgabe) des Verbandes „Christen in der Wirtschaft“. Der Publizist und Wirtschaftsexperte wirbt für einen Ausstieg aus dem Euro und die Schaffung eines „Nord-Euro“, der Länder mit einer langen „Stabilitätskultur“ verbinden könnte. Zwar würden beim Verlassen der Euro-Zone deutsche Produkte im Ausland zunächst teurer, doch setze das die „Produktivitätspeitsche“ in der Wirtschaft in Bewegung. Auch die D-Mark habe 17 Aufwertungen erlebt, ohne dass der deutsche Export nachhaltig eingebrochen wäre.

Eine ganz andere Sicht hat der Europaanalyst Nicolaus Heinen von der Deutschen Bank. Er erwartet Handelskriege und ein Währungschaos, sollte Deutschland aus dem Euro aussteigen. Anleger würden ihre Vermögenswerte aus dem Süden abziehen und nach Deutschland verlagern – dadurch würden die Preise etwa für Immobilien explodieren. Selbst Kleinsparer wären betroffen, da Lebensversicherer ihren Renditeverpflichtungen nicht mehr nachkommen könnten, wenn sie in südeuropäische Staatspapiere investiert hätten.

Schwerpunkt der September-Ausgabe von Faktor C ist die Spannung zwischen Geldvertrauen und Gottvertrauen. Die Bestsellerautoren Marc Friedrich und Matthias Weik („Der größte Raubzug der Geschichte“) begründen im Interview, warum sie den nächsten Finanzcrash für unausweichlich halten. Ein weiteres Thema sind „Die sieben schlimmsten Benimmfehler auf dem Weg nach oben“, die Deutschlands Knigge-Experte Nummer eins, Rainer Wälde, aufgeschrieben hat. Außerdem gibt es einen Hintergrundbeitrag über neue psychologische Erkenntnisse, wie man beim Geldausgeben glücklicher wird.

Großveranstaltung in Krefeld

AfD-Sprecherin Dr. Frauke Petry - Bild: AfD

AfD-Sprecherin Dr. Frauke Petry – Bild: AfD

Am 13. Juni 2013 lädt die Alternative für Deutschland in Neuss gegen 19 Uhr zu einer Großveranstaltung ein. Neben Hans-Olaf Henkel als Hauptredner wird auch Frauke Petry aus dem Bundesvorstand sprechen.

Ort: Krefelder Rennbahn