„Ein Personalkonzept für die Truppe muss her!“

Der neue Jahresbericht des Wehrbeauftragten liegt vor. Es ist einer der besorgniserregendsten Berichte seit Jahren: Unzumutbare und veraltete Arbeitsbedingungen, kaum Rücksichtnahme auf die Familien der Soldaten, Überlastung in den Auslandseinsätzen. Die Soldaten schauen mit Sorge in eine unsichere berufliche Zukunft.

Der Bericht ist genauso alarmierend wie wenig verwunderlich. In den vergangenen Jahren wurde eine Reform nach der anderen zu Lasten der Soldaten verschlafen und verschleppt. De Maiziere und sein Vorgänger zeichneten sich eher durch Krisenmanagement als durch aktive und nachhaltige Reformbereitschaft aus. Nun erhält von der Leyen die Quittung und tritt ein schweres Erbe an.

Jetzt gilt es, die notwendigen Schritte endlich im Sinn der Soldaten zu unternehmen und sie nicht durch weitere unausgegorene Auslandseinsätze zu belasten. Nicht umsonst wurde von der Leyen bereits vom kleinen Koalitionspartner für ihre vorschnelle Zusage an die Franzosen kritisiert.

Quelle: AfD

Gauland: Deutsche Soldaten nicht für französische Interessen missbrauchen

Der stellvertretende Sprecher der Alternative für Deutschland zeigt sich entsetzt über die geplante Ausweitung des Mali-Einsatzes unter deutscher Beteiligung.

Aus Regierungskreisen wird verlautet, dass der deutsche Bundeswehr-Anteil am Mali-Einsatz deutlich erhöht werden und der Charakter des Einsatzes erheblich robuster gestaltet werden soll.
Bisher waren deutsche Soldaten nur mit einer Ausbildungsmission am französischen Einsatz beteiligt.

Es ist nicht nachzuvollziehen, warum die Bundesregierung das Leben deutscher Soldaten auf Kosten des Steuerzahlers für fremde Interessen aufs Spiel setzt. Geopolitisch wie historisch hat Deutschland kaum begründbare Interessen in Zentral- und Westafrika. Es kann daher nicht sein, dass Bündnispartner unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe mit deutscher Unterstützung versuchen, ihre eigene Politik durchzusetzen. Die Bundesregierung muss endlich den Mut haben, ihre deutschen Interessen nicht mehr hintenanzustellen, sondern zum Primat ihrer Außen- und Sicherheitspolitik zu machen.

Die Alternative für Deutschland lehnt eine Ausweitung des Mali-Einsatzes strikt ab und verlangt, dass mit der Sicherheit und dem Leben deutscher Soldaten nicht leichtfertig umgegangen wird. Der Bundestag würde gut daran tun, wenn er diesem Einsatz nicht zustimmen würde.

Mali und Zentralafrika: Berlin plant deutliche Ausweitung von Afrika-Einsätzen – SPIEGEL ONLINE Auf die Bundeswehr kommen neue Missionen in Afrika zu. Der Einsatz in Mali soll ausgeweitet und robuster werden, für eine EU-Militäroperation in der Zentralafrikanischen Republik will die Bundesregierung vier Flugzeuge abstellen.

Quelle: AfD

http://www.spiegel.de/politik/ausland/regierung-weitet-bundeswehr-einsatz-in-mali-und-zentralafrika-aus-a-944189.html

Gauland: Bedürfnisse der Soldaten Ernst nehmen

Immer mehr Soldaten kehren der Bundeswehr den Rücken.

Die Zahl der Anträge auf Vorruhestand ist derzeit auf Rekordniveau. Das ist nicht weiter verwunderlich angesichts der gravierenden Versäumnisse der beiden letzten Verteidigungsminister in Sachen Familienfreundlichkeit der Bundeswehr. Diese haben die familiären Bedürfnisse ihrer Soldaten schlichtweg ignoriert. Was in der freien Wirtschaft längst zu den Minimalanforderungen für Unternehmen gehört, fehlt bei der Truppe nach wie vor: Familienfreundliche Versetzungen, Kinderbetreuung, Teilzeitmodelle.

Auch Soldaten haben Anspruch darauf, dass ihr familiäres Umfeld vom Dienstherr berücksichtig wird – besonders in Zeiten der Freiwilligen- und Berufsarmee.

Wenn von der Leyen erfolgreich sein will, muss sie das aktuelle Laufbahnrecht der Bundeswehr von Grund auf neu denken.
Dazu muss vor allem ein flexibleres, weil individuelleres Versetzungsrecht und eine bessere Abstimmung von Dienst- und Familienzeiten gehören.

Es kann nicht sein, dass immer höhere Anforderungen an unsere Soldaten gestellt werden, aber die veraltete, familienfeindliche Personalstruktur der Bundeswehr nicht im gleichen Zuge reformiert wird. Es bleibt für unsere Soldaten zu hoffen, dass von der Leyen nicht die gleiche Gleichgültigkeit wie ihr Vorgänger an den Tag legt, der allen Ernstes behauptet hatte, die Neuausrichtung der Bundeswehr diene nicht der Erhöhung der Zufriedenheit der Soldaten.

Quelle: AfD